Blogbeitrag Nr. 11: Dem "Schweinehund-Kreislauf" entkommen

Unsere positiven Gedanken sind wichtig in Zeiten von Unsicherheit und Angst! Sie Unterstützen massgeblich das Immunsystem und die Erhaltung der Gesundheit.

Im Blog-Text Nr.10 hat sich der innere Schweinehund gemeldet. Heute geht es um den unbewussten Schweinehund-Kreislauf.

Wenn wir vom Schweinehund sprechen, meinen wir eigentlich einen Teil unserer Persönlichkeit: Und zwar genau den Teil, den wir nicht mögen und deshalb mit Nachdruck bekämpfen. Welcher das ist, ist von Mensch zu Mensch, verschieden. Wenn Sie Effektivität für eine grosse Tugend halten, dann wird Ihr Schweinehund Sie besonders gerne zum Trödeln verleiten. Ist Ihnen Disziplin beim Sport oder sonst bei einer Angelegenheit ganz besonders wichtig, dann wird er dafür sorgen, dass Sie vor dem Training oder vor der gestellten Aufgabe plötzlich Kopfschmerzen haben oder sich sogar regelmässig verletzten, dass sie den Sport ausfallen lassen, oder die Erledigung der Aufgabe aufschieben müssen. Haben Sie sich ein Leben ohne Süsses und Alkohol oder gar «Askese!» auf Ihre Fahne geschrieben, dann wird Ihr Schweinehund Sie genau hier gern und erfolgreich sabotieren.

Wenn dann der Schweinehund zugeschlagen hat, nehmen Sie sich vielleicht vor, dass dies «nie wieder» passieren darf. Wer jetzt noch strenger zu sich wird, programmiert garantiert nur den nächsten «Ausrutscher».

Aus diesem Schweinehund-Kreislauf gibt es kein Entkommen. Zumindest nicht, solange Sie den Druck immer weiter erhöhen! Hören Sie auf, gegen Ihren Schweinehund anzukämpfen, denn damit kämpfen Sie letzten Endes gegen sich selbst. Schliessen Sie Frieden mit ihm! Versuchen Sie ihn in seiner Intention zu verstehen, damit können Sie ihn «zähmen» oder eben ihn als Teammitglied gewinnen.

Wenn Sie also doch einmal zwei Tortenstücke verputzen, heisst das nicht, dass sie völlig unbeherrscht sind. Und wenn Sie kein Aktivurlaub mit Sportanimation machen und sich stattdessen eine Woche Nichtstun am Strand gönnen, dann können Sie trotzdem ein sportlicher Mensch sein. Es gibt nicht nur Entweder-oder, sondern eine Menge dazwischen. Und diese Möglichkeiten so auszuschöpfen, dass Sie ein schönes Leben führen können, ist die Aufgabe Ihres Schweinehunds.

Eltern und Lehrpersonen haben uns in der Vergangenheit Richtlinien mitgegeben, welche als Strategien für ein besseres Gelingen gedacht waren. Auch Sie wurden übrigens so erzogen, es ist eine tradierte Vorstellung von Tugenden und Ratschlägen für den Lebenserfolg. Das Problem ist, dass viele dieser Strategien eine implizierte Wertung beinhalten, diese Wertung richten wir dann gegen uns, wenn wir mal den Tugenden nicht genügen, was ja eigentlich normal sein soll, denn wir sind ja keine Roboter mit einer Programmierung, sondern Menschen mit eigenem Willen, mit eigenen Stärken und eigenem Lebensrhythmus.

Ein Beispiel: «Sei immer liebenswürdig». Diese Tugend ist wichtig, damit man gute Beziehungen zu anderen Menschen pflegen kann und das ist eine wichtige Komponente zum Erfolg. Wenn man aber stur danach lebt, und sich dann einmal nicht daran hält, fühlt man sich als ein «Bösewicht», verurteilt sich selbst und versucht dann noch liebenswürdiger zu sein. Dabei sollte man auch an sich selbst denken und mit sich selbst liebenswürdig sein!

Der innere Schweinehund kommt dann zum Zug, wenn wir liebenswürdig sind, es allen recht machen wollen und uns komplett in den Schatten stellen! Dann kann es geschehen, dass wir ganz plötzlich und ohne Grund, total unfreundlich und wütend gegenüber einem Familienmitglied, oder gegenüber einem Arbeitskollegen sind. Oder aber wir kochen innerlich, sind aber gegen aussen weiterhin sehr nett und freundlich: Innerlich jedoch, schmieden wir «Vernichtungspläne» gegen diese Person, mit Ihren «dauernden Anfragen»!

Der Schweinehund hat recht! Denn diese Innere Haltung ist die beste Voraussetzung dafür, dass wir uns selbst vergessen, unsere Bedürfnisse ignorieren und uns selbst auslaugen: ein perfekter Mix für ein mögliches Burn-Out!

Die Lösung liegt in einem wertschätzenden Kompromiss für die Bedürfnisse aller Beteiligten.

Hier eine Anleitung zur Selbstreflexion:

Ergänzen Sie die Tabelle bei den bereits aufgelisteten Tugendgruppen (dasselbe Thema in verschiedenen Varianten ausgesprochen), sie gehören zu den gängigsten Forderungen der Leistungsgesellschaft. Sicherlich kommen Ihnen noch weitere, persönlichere Anforderungen und Tugenden in den Sinn, versuchen Sie sie mit Hilfe der Tabelle zu reflektieren.

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